Das Coaching Konzept der Karlsruher Schule

Nach dem Coachingverständnis der Karlsruher Schule (entwickelt von Prof. Dr. Elke Berninger-Schäfer) unterscheidet sich professionelles Coaching von unprofessionellem Coaching durch die Definition von Qualitätsstandards, von professionellen Normen und einer Berufsethik, durch Qualitätssicherung und wissenschaftliche Forschung. Coaching dient der ziel- und lösungsorientierten Begleitung von Einzelpersonen, Gruppen, Teams und Organisationen bei der Reflexion von Themen und Klärung von Veränderungsanliegen. Ein professionell arbeitender Coach steuert einen lösungsorientierten Prozess, richtet die Aufmerksamkeit auf Ressourcen, stärkt die Selbstwirksamkeit, nutzt somatische Marker für positive Zielzustände, ermöglicht Transfer und evaluiert sein tun. Er ist befähigt, dies im face-to-face als auch im online-Format durchzuführen.

Die Karlsruher Schule beruht auf verschiedenen theoretischen Säulen. Hierzu gehören personenzentrierte Ansätze aus der humanistischen Psychologie nach Carl Rogers, hypnosystemische Ansätze nach Milton Erickson und Gunther Schmidt, sowie neurowissenschaftliche Ansätze nach Antonio Damasio, Gerald Hüther, Maja Storch, usw. Diese bilden die Grundlage für das Menschenbild und damit zusammenhängend die ethisch fundierte Beziehungsgestaltung von Coachs zu KlientInnen und das dem Coaching zugrundeliegende Veränderungskonzept.

Ausgehend von empirisch fundierten Forschungsergebnissen wird in der Karlsruher Schule ein definierter Coachingprozess gestaltet. Dieser wird mit verschiedenen Methoden umgesetzt. Die Befähigung hierfür wird in den Ausbildungen Business-Coach und Gesundheitscoach erworben, die vom Karlsruher Institut angeboten werden. Es handelt sich um DBVC (Deutscher Bundesverband Coaching e.V.) anerkannte Coachingweiterbildungen in systemisch-lösungsorientiertem Coaching, welche mit einem Hochschulzertifikat abgeschlossen werden können. Dies gilt auch für die Weiterbildung zum Online-Coach.